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003-Eat, sleep, travel, repeat

003-Eat, sleep, travel, repeat

Ja, ziemlich genau so lassen sich unsere Tage hier in Kroatien beschreiben.

Doch zuerst ist eine Entschuldigung meinerseits fällig: Kroatien, es tut mir Leid. In den ersten Tagen hier fiel oft der Satz „ich hasse es hier“. Das stimmt natürlich so nicht. Das war dem Regen und der Überforderung ob der neuen Situation geschuldet. Mittlerweile gefällt es uns mehr als gut hier!

Doch zurück zum Thema. Nach mittlerweile 3 Wochen haben wir uns langsam eingegrooved und für uns eine Form von Routine entwickelt, an der wir euch gerne teilhaben lassen wollen.
Morgens werden wir meist wach sobald die Sonne  aufgeht, also zwischen 6 und 7 Uhr. Dann heißt es als erstes Zelt abbauen, denn wir wollen ja nicht unnötig Aufmerksamkeit erregen. Wenn der Platz es zulässt machen wir ein bisschen Yoga oder Dehnübungen. Denn auch wenn unser Zelt ziemlich kuschelig und gemütlich ist, ist es doch kein Kingsize Bett, so dass die alten Knochen auch gedehnt werden müssen :-). Dann gibt es schön gemütlich Frühstück, eigentlich immer Haferflocken mit Obst. Ja und dann wird der Rucksack wieder bepackt und wir starten unseren Reiseabschnitt.

Wann immer es möglich ist, gehen wir zu Fuß. Lässt der Weg es allerdings nicht zu, trampen wir.  Und das klappt mittlerweile meistens echt gut und macht uns richtig Spaß! Es ist echt spannend bei wem man als nächstes ins Auto steigt. Wenn man das ganze objektiv betrachtet,  ist es für die Person, die uns zwei verlauste Gestalten am Straßenrand mitnimmt schon ein ziemlicher Vertrauensbeweis, denn die Person lässt uns ja in ihren geschützten und privaten Bereich ohne etwas über uns zu wissen. Da muss ich zum Beispiel an die Deutsch-Kroatin Christina denken, die uns erzählt, dass wir die ersten Tramper sind, die sie überhaupt mitnimmt, einfach weil wir so nett ausgesehen haben. Was für ein tolles Kompliment! Wer also mal etwas Abwechslung  oder einfach etwas lustiges erleben  möchte, dem kann ich nur empfehlen, das Trampen im nächsten Urlaub einfach mal auszuprobieren :-).

Sobald wir dann am nächsten Dorf oder Städtchen vorbeikommen, gönnen wir uns unseren Luxus des Tages: einen Kaffee Americano in einem Café. Das hat  außerdem den Vorteil, dass wir immer ganz freundlich fragen, ob wir unsere Handys aufladen dürfen und außerdem kann man auf der Toilette zumindest eine kleine Katzenwäsche machen :-).  Außerdem nehmen wir uns dann immer die Zeit um jeweils in unseren Tagebüchern zu schreiben, damit wir auch nichts vergessen. Danach ist es meistens so um die Mittagszeit und wir suchen den nächsten Supermarkt um uns einen Mittagssnack zu besorgen. Die Essensversorgung ist zum Glück noch überhaupt kein Problem, denn hier gibt es in jedem noch so kleinen Dorf gefühlt 3 Supermärkte. Nach dem Mittagessen geht’s dann weiter. Wir schauen meist, dass wir so gegen 17 Uhr am Endpunkt der Tagesetappe ankommen. Die Schlafplatzsuche nimmt ja auch noch etwas Zeit in Anspruch, da man ja vorher nicht weiß, wie schnell man eine ebene und gut geschützte Stelle findet. Bislang haben wir aber in 90% der Fälle ziemlich coole Schlafplätze gefunden und oft denken wir uns, „das war es wert“.

Sobald der Schlafplatz gefunden ist, ist eigentlich das Wichtigste erledigt. Meistens sind wir ziemlich ko, denn wir gehen doch fast immer an unser körperliches Limit. Das liegt zum einen daran, dass wir natürlich nicht haargenau planen aber auch einfach daran, das die Rucksäcke mit der Zeit doch ziemlich ziemlich schwer werden. Aber auch das wird von Tag zu Tag besser. Dann geht es schließlich ans Abendessen. Wer Daniel und mich kennt weiß, dass Essen für uns sehr sehr wichtig ist. Zwar können wir hier natürlich nicht aufkochen wie im ehemaligen Zuhause aber wir sind doch ganz zufrieden was wir mit unserem kleinen Kocher hier zaubern.

Wie gesagt ist die Versorgung mit frischen Lebensmitteln bislang kein Problem, so dass wir jeden Tag frisches Gemüse kaufen können und das ist doch schon die halbe Miete. Sobald es dämmert, bauen wir unser Zelt auf und oft sind wir dann einfach so ko, dass wir uns schon zwischen 20:00 und 20:30 Uhr hinlegen. Außerdem ist es dann schon dunkel und dementsprechend leider noch recht kalt. Wir lesen dann noch ein bisschen oder hören einen Podcast und gehen aber ziemlich früh schlafen.

Für die Routenplanung haben wir die App Maps.me. Die ist super hilfreich denn man kann sich Kartenmaterial runterladen und es ist dann offline verfügbar. Dort sind auch kleinste Pfade und Wanderwege eingezeichnet so dass wir eben gut planen können, ob es sich lohnt die Strecke zu Fuß zu gehen oder doch lieber zu trampen. So verbringen wir also unsere Tage und kommen jeden Tag ein Stückchen weiter richtung Süden bzw Osten. Nach wie vor ist hier sehr wenig los, nur an Ostern war eine kleine Touristenwelle zu spüren. Wir genießen die Ruhe, freuen uns aber auch, wenn  wir zukünftig etwas mehr in Kontakt mit den Einheimischen kommen.

An manchen Tagen kommt es mir ziellos vor was wir hier machen. Doch braucht man eigentlich immer ein Ziel?  Geht es nicht genau darum beim im Hier und Jetzt zu sein, den Moment zu genießen? Die großen Fragen…

Wir hoffen, der Post hat euch gefallen. Vielen Dank für die ganzen tollen Kommentare beim letzten Mal, wir freuen uns über jeden einzelnen sehr!

12 thoughts on “003-Eat, sleep, travel, repeat

  1. Wunderbar.
    Ich wiederhole mich sicher, wenn ich meine Freude darüber kund tue, dass ich ein wenig an eurem Abenteuer teilhaben darf.
    Ganz lieben Gruß
    Walter

  2. Das klingt schon fast nach positiver Routine; und positive Menschen lösen positive Reaktionen bei anderen Menschen aus – schön, dass Ihr auch diese Erfahrung macht!!
    sehr stimmig!!
    Weiterhin viel Freude miteinander auf dem Weg!!
    Theresa

    1. Wir genießen hier in Kroatien jeden Tag. Es tut gut, jetzt mal in einer Ferienwohnung für 2 Tage zu sein um das ganze Erlebte ein wenig zu sortieren und zu verarbeiten 🙂 Danke 🙏 liebe Andrea. LG
      Daniel

  3. Freut mich sehr zu lesen, dass ihr euch so langsam eingegroovt habt. Klingt nach der typischen Traveler-Routine – gesund im Hier und Jetzt leben und jeden Moment genießen. Lasst euch weiterhin treiben und genießt die Freiheit. Vielen lieben Dank für euren Blog und die Updates. Ganz lieber Drücker, Claudia

  4. Ich bin hin und weg – liebe Bea, Du bist eine Schriftstellerin! Du wirst ein schönes Buch aus Eurem Blog machen können 🙂
    Alles Liebe für Euch!

  5. Das hört sich echt gut an. Wie schnell ihr euch von eurem alten Leben umgestellt habt. Wünsche euch weiterhin viel Spaß und viele freundliche Begegnungen. Viele liebe Grüße Gitta

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